05.11.2009
Designermarkt Badstraße 8, Fürth
08.11.2009
Am Sonntag, den 08. November hat man die Möglichkeit, besondere, handgemachte, nachhaltige, einzigartige, bunte, verrückte, einfach schöne Geschenke für die Lieben oder für sich selbst zu entdecken.
Kulturort Badstrasse 8, 90762 Fürth, 13.00 Uhr – 19.00 Uhr
http://designermarkt.blogspot.com
http://www.badstrasse8.de
Labels: Infos mit Nutzwert
03.11.2009
bethang_nachrichten_no 0055 vom 3. november [65]
• skulptur_fünf aus bethang
• ¡POSTBRUNCH! - eine vorschau - eine rückblick
• ausstellung kaiserdamm, berlin - ein rückblick
• islamophobie ist in der mitte der gesellschaft angekommen
• sachbuch: "Aufstand. Widerstand gegen Fremdherrschaft"
• mexiko: «Eine Frage von Recht und Unrecht war der Drogenhandel jedoch nie», sagt Tapia. Er sei eine Frage des Überlebens gewesen.
• historische hintergründe zur ehm. schleyer villa in prag
• bethang_nachrichten-archiv
liebe freunde, liebe kunstfreunde und liebe zeitgenossen
es gibt freunde, feinde und erzfeinde. letztendlich sind alles nur spirituelle gefährten.
das spirituelle ist eine ernste sache, es geht quasi um leben und tod. die kunst verweist darauf, mehr kann sie nicht leisten, aber das ist auch genug, wie ich finde.
genau deswegen wird manchmal gestritten über umgangsformen (wer ruft wann wen zurück oder auch nicht), ob eine geplante vitrine wie ein aquarium aussehen muss und neu ist oder nicht, ob eine skulptur nun nach 20 jahren endlich richtig beleuchtet wird oder nicht.
wenn diejenigen die hin und wieder mal (gemessen an ihrem umsatz) ein paar wenige euros, über die ich mich natürlich auch freue, für kunst ausgeben, ihr geschäft genauso betreiben würden, wie sie manchmal mit den künstlern umgehen, geizig an lob, geizig an rückmeldung, total kommunikationsgestört mit einem irren potential an projektionen, dann würden sie wahrscheinlich keinen cent mehr verdienen. manche verdienen aber mittlerweilen genau deswegen, weil sie ihr geschäft so betreiben und von dem eigentlichen potential der kunst keine ahnung haben, keinen cent mehr. bei dem ein oder anderen wird es vielleicht etwas länger dauern. ich habe kein problem damit, als buddhist kann ich warten, manchmal sogar mehrere leben.
die franken sind offensichtlich so. die wollen ja z.b., nur um an öffentliche fördermittel zu kommen, sogar das reichsparteitagsgelände zum weltkulturerbe erklären lassen
dass dann ein solcher ideengeber z.b. auch noch im vorstand für die contemporaries – vereint für die Kunsthalle e.V. sitzt, spricht bände und zeugt vom bitteren los, das ein ernsthafter, historisch interessierter künstler, der seine tradition in die eines hugo ball, joseph beuys, einer yoko ono usw. stellt, hat.
nicht minder bemittelt sind kunstverlagsbesitzer auf der strasse mit einem blumenstrauss in der hand, die keinen ton raus kriegen für wen der sei, so dass man dann der mitarbeiterin des institutes für moderne kunst zu ihrem dienstjubliläum improvisiert gratulieren muss. toll übrigens, dass mich jener kunstverlagsbesitzer schon 1979, als ich sechszehn jahre alt war, zusammen mit dem heutigen grandsenior der nürnberger galerieszene bei einem wettbewerb zu 700 jahre gotischer chor st. sebald ausjuriert hat.
entweder man macht den mund auf oder den geldbeutel. toll, dass manche franken einem zwar immer beständig zu den aktivitäten gratulieren (tolle aktion, schöner katalog, prima bethangnachrichten usw.) ansonsten aber schweigen. wahrscheinlich wollen sie vor lauter angst mal kunst unterstützen zu müssen so lange schweigen, bis es ihnen die menschliche sprache verschlagen hat, z.b. im nächsten leben dann schweigend als regenwürmer oder fiepsend als ratten ihre kreise ziehen.
ich erinnere nur an barack obama, der vor laufender tv-kamera eine fliege erschlagen hat. auch ein nettes ende für den ein oder anderen sog. kunstsammler.
egal also ob jemand nun drin ist in meinem verteiler oder nicht - ich denke an ihn und ich wünsche allen viel spass beim lesen
herzlich
euer
karsten (neumann)
skulptur_fünf aus bethang
dies ist eine weitere skulptur aus bethang installiert wurde sie offensichtlich von städtischen mitarbeitern im kulturreferat der stadt nürnberg.
wie immer erhältlich als limitierter und signierter digitaldruck
¡POSTBRUNCH! - eine vorschau - eine rückblick
reinhard knodt war ein beredter gast, der dankenswerter weise auf eigene kosten extra für einen tag aus berlin nach bethang gereist ist. natürlich vorbildlich mit dem zug!
mit gerhard augustin war sogar ein ehem. philosphie-seminar-schüler von reinhard anwesend. alle hatten spass, genossen den umsonst-grünen tee und führten zu den bethangske anregende gespräche zum thema le corbousier und die architektur des bauhaus und des faschismus. oder fotoknipssouvenirs anregende gespräche.



das letzte bild in dieser reihe zeigt diesmal den runden bethangtisch nebst hockern und stühlen, wie ich ihn immer wieder auf einem hubwagen wegräume.
am morgigen mittwoch, den 4. november ist dann spezialgast harriet zilch, mitarbeiterin an der kunsthalle nürnberg, die uns sicherlich nach ihrem sommerurlaub vielleicht nicht nur die frage beantwortet, warum es am rhein (köln) so schön ist, sondern auch an der moldau (prag).
ihr seid also alle wieder herzlich eingeladen zu kommen, tee zu trinken, zu quatschen und vieleicht auch sogar etwas quatsch zu machen.
ausstellung kaiserdamm, berlin - ein rückblick
die vom galeristen ulf wetzka organisierte gruppenausstellung "kaiserdamm" in einer top-möblierten wohnung in berlin charlottenburg liegt ja nun auch schon etwas zurück. hier jedenfalls zwei fotos meines ausstellungsbeitrages: einem blumenstrauss aus bethang und eine 19 jahre alte zeichnung.

islamophobie ist in der mitte der gesellschaft angekommen
hierzu ein interview mit dem kulturanthroplogen in der FrankfurterRundschau
http://www.fr-online.de/top_news/2040778_Interview-mit-Kulturanthropologe-Schiffauer-Islamophobie-in-der-Mitte-der-Gesellschaft.html
sachbuch "Aufstand. Widerstand gegen Fremdherrschaft"
gewalt und terror - bei aufständischen u.a. beim amerikanische unabhängigkeitskrieg oder z.b. heute in palästina
ein buch von william f. polk mehr dazu bei der FrankfurterRundschau unter
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/literatur/?em_cnt=2040772&
mexiko: «Eine Frage von Recht und Unrecht war der Drogenhandel jedoch nie», sagt Tapia. Er sei eine Frage des Überlebens gewesen.
wie die nachfrage in den reichen an drogen und die gier nach statussymbolen in den industriestaaten die narco-kultur in mexiko bestimmt.
http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/fuerchte_den_tod_nicht_1.3956977.html
historische hintergründe zur ehm. schleyer villa in prag
ein verbrechen an einem menschen wird niemals gerechtfertigt, es würde auch nicht gerechtfertigt, wenn man lösegeld für ehm. zwangsarbeiter damit erpresst hätte anstatt einen mord zu begehen. dennoch beleuchtet dieser artikel in der jungen welt einen teil der bundesdeutschen geschichte in der nachkriegszeit, der oftmals leicht in vergessenheit gerät:
http://www.jungewelt.de/2009/10-30/023.php
bethang_nachrichten-archiv
bei kunstjetzt findet ihr alle vorhergehenden bethang_nachrichten archiviert, zum nachlesen, recherchieren und ausdrucken:
http://kunstjetzt-blog.blogspot.com/search/label/Nachrichten%20aus%20Bethang
Labels: Nachrichten aus Bethang
26.10.2009
bethang_nachrichten_no 0054 vom 26. oktober [65]
• neue strassenumbennung nach bethang
• ¡POSTBRUNCH! - vorschau und rückblick
• relikt protestkunstgebung >zentralnervoeus<, berlin dezember [64]/2008
• ghandi schreibt an hitler
• istanbul - man sollte den bildungsbürger besser zuhause lassen
• bethang_nachrichten-archiv
liebe freunde, liebe kunstinteressierte zeitgenossen,
wollen wir über das wetter sprechen. gestern war es klamm, feucht und leicht regnerisch. heute scheint die sonne in bethang, was sie gestern schon in würzburg tat.
die einen lebewesen lieben es z.b. eher feucht und kühl, die anderen eher sonnig und warm. manch mensch liebt die dunkle herbststimmung, die leuchtmittelindustrie freut sich über die dunkle jahreszeit, mancher zeitgenosse hält es nicht aus und flüchtet in den sonnigen südosten z.b. nach indien. das wiederrum freut die reisebüros und fluglinien.
was lernen wir daraus?
wir machen war kurzfristig nicht das wetter, aber am wetter sieht man, dass man es nicht jeden recht machen kann und dass so manches politargument für die ein oder andere massnahme zwar als allgemein gültig verkauft wird, dabei eindeutig jedoch vorteile für evt. andere bevölkerungsteile und/oder berufsgruppen verschweigt.
ein so ein schönes argument nichts am zustand der gesellschaft zu ändern sind sie arbeitsplätze in der autoindustrie.
diesen spezialisten lege ich ganz besonders den ersten menüpunkt der aktuellen bethang_nachrichten ans herz, denn es gilt übergänge zu schaffen, übergänge für einen grundlegenden strukturwandel in der gesellschaft. hierbei kann die kunst behilflich sein, das haben wir ja z.b. bei den 100 tage diskussionen von und mit joseph beuys und seinem engagement für dirkete demokratie auf der documenta gelernt.
herzlich
euer
karsten (neumann)
www.bethang.org
neue strassenumbennung nach bethang
die ehemalige pfarrstrasse in münchen heisst jetzt rinpochestrasse.
aus dem anwohner-parkschild-schild wurde ein sogenanntes "tauschplatzschild" nach bethang. "tauschplatz" heisst hier stehen leihfahrräder zur verfügung, die mit dem kombifahrschein des ÖPNV ausleihbar sind.
¡POSTBRUNCH! - vorschau und rückblick
kommenden mittwoch, am 28. oktober, wird der spezialgast beim ¡POSTBRUNCH! der philosoph reinhard knodt sein. er reist extra von berlin aus nach bethang um mit allen anwesenden gästen am runden tisch gespräche zu führen. in einer e-mail schrieb er mir neuchlich, sich auf einen artikel im cicero beziehend, dass "mit corbusier jetzt auch die architkten ihren heidegger haben". manchmnal gweht es aber auch ganz profan zu am runden bethangtisch und es kommen themen auf wie das hühnerschlachten in der nachkriegszeit oder die brühtemperatur von grünem tee. jeder ist also herzlich eingeladen zu kommen.
rückblicken schicke ich euch bilder vom vergangenen ¡POSTBRUNCH! mit ehrengast und künstlerkollege klaus haas, der weder sein saxophon (aus geldmangel verkauft) noch seine mundharmonika (unauffindbar und womöglich auch verkauft) ein buch mit aphorismen von fernando pessoa mitbrachte, das für reichlich gesprächsstoff sorgte.


relikt protestkunstgebung >zentralnervoeus<, berlin dezember [64]/2008
beim gastspiel in bethang_west (ehm. fürth) stellte ich dieses performancerelikt der "protestkunstgebung >zentralnervoeus< aus. diese protestkunstgebung fand letztes jahr am 14. december in berlin statt. ihr erinnert euch, ich lief vier stunden von friedrichshain (geplantes mediaspreeufer) durch kreuzberg nach tiergarten und benannte dort die nürnberger strasse in bethanger weg um.

das foto der performance stammt von anselm lenhardt, das foto des ausgestellten reliktes von martin peetz.ghandi schreibt an hitler
eine hochinteressante sammlung an autographen steht online.
hier die besprechung im spiegel:
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,655140,00.html
istanbul - man sollte den bildungsbürger besser zuhause lassen
auch hier eignen sich die multinationalen konzerne den öffentlichen raum an und man sollte den bildungsbürger besser zuhause lassen.
aber lest selbst, das interview mit dem stadtführer orhan esen in der TAZ:
http://www.taz.de/4/reise/asien/tuerkei/artikelseite/1/den-bildungsbuerger-besser-zu-hause-lassen/
bethang_nachrichten-archiv
bei kunstjetzt findet ihr alle vorhergehenden bethang_nachrichten archiviert, zum nachlesen, recherchieren und ausdrucken:
http://kunstjetzt-blog.blogspot.com/search/label/Nachrichten%20aus%20Bethang
Labels: Nachrichten aus Bethang
22.10.2009
" ... mov"
Sonntag, 25. Oktober, 19 Uhr, EUR 2,-
Die kunst galerie fürth präsentiert am Sonntag, dem 25.10., eine Werkschau der Videoarbeiten des (noch) in Fürth lebenden Medienkünstlers Alexander von Prümmer (Studium in Nürnberg und Karlsruhe 2003-2008). Von Prümmer nennt seine Videoclips, die selbstkomponierte Klänge als unverzichtbaren Bestandteil haben, "Bewegtbildszenarien". Er wurde einem größeren Publikum bekannt über seine Kuratorenarbeit und Mitgestaltung von "Gleis Null", dem Bahnhofs-Kunstevent im Rahmen der ContainArt 2008. Seine Clips sind kritische Antworten auf die allgemeine Medienpräsenz.
Stichwort KUNST - Neun Wortmeldungen zur bildenden Kunst an drei Abenden
Mittwoch, 28. Oktober, 18 Uhr, Eintritt frei
Auftakt einer Gesprächsreihe, die der Kulturring C in Fürth (Zusammenschluss von KünstlerInnen) mit Unterstützung der kunst galerie fürth organisiert:
Jeweils mittwochs im 14-tägigen Rhythmus werden drei unterschiedliche künstlerische Positionen zu einem Thema vorgestellt. Die eingeladenen KünstlerInnen werden in einem 15-minütigen Vortrag ihre Arbeiten erläutern. Anschließend besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Gespräch. Die ersten drei Abende sind mit `In Situ´ (lat.: am Ort) betitelt und beleuchten verschiedene Aspekte der Bildhauerei. Am 28.10. stellen die Künstlerinnen Verena Manz, Fürth, Meide Büdel, Nürnberg, und Andrea Knobloch, Düsseldorf, ihre Arbeiten vor.
Termine: 28.10./ 11.11./ 25.11.2009
Die Vortragsreihe wird im Januar 2010 mit dem Schwerpunkt Malerei fortgesetzt.
Organisation/ Auswahl der Referenten: Mona Burger - Inge Gutbrod - Barbara Lidfors
www.kunst-galerie-fuerth.de
Labels: Ausstellungen, Dialog, Vorträge

